Ausstellung zum 85. Jahrestag in der Gedenkstätte Museum im Fort IX der Festung Kaunas
20. November 1941
Am 20. November 1941 fand die erste Deportation von Münchner Jüdinnen und Juden nach Kaunas statt. 998 als jüdisch verfolgte Frauen, Männer und Kinder aus München und Umgebung wurden an diesem Tag ins Fort IX in Kaunas deportiert, wo sie am 24. November 1941 ankamen. Am Tag darauf, am 25. November 1941 wurden sie dort erschossen. Darunter waren u.a. Dr. med Otto und Elise Bickart, Else Groshut, Regina Hallerz, Dr. phil. Elisabeth Kohn, Marie Luise Kohn, Olga Kohn, die Familie Levi ( August und Sofie Levi mit den Kindern Heinz, Johanna, Lore), Gertrud Mayer, Rupprecht Felix Neustätter und seine Frau Kitty, Max und Lilly Rothschild, Alfred Sänger, Richard Sicher, Amalie Spitzauer, Hertha Steinitz, Emma Wallach, Leo Weimersheimer. Zu all diesen Personen können Sie hier auf der Homepage die Biografien nachlesen.
2026 ist der 85. Jahrestag der Deportation. Aus diesem Anlass zeigt das Museum „Neuntes Fort“ in Kaunas eine Ausstellung „München – Kaunas: Leben, die in der Erinnerung weiterleben“, die am 25. November 2026 im Museum eröffnet wird.
Die Ausstellung ist den im Neunten Fort in Kaunas ermordeten Münchner Juden gewidmet und soll aufzeigen, was das NS-Regime zu zerstören und aus dem Gedächtnis der Gemeinschaft zu tilgen suchte: die einzigartigen Persönlichkeiten und Lebensgeschichten von Menschen, die ein fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft waren.
Die ErinnerungsWerkstatt München hat die Ausstellung mit der Zurverfügungstellung von Biografien und Bildmaterial unterstützt.
Die Ausstellung läuft voraussichtlich bis März 2027. Sollten Sie die Ausstellung besuchen wollen, empfehlen wir sich vorab hier zu informieren.
Autor: Stefan Dickas